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Marktanreizprogramm zur Förderung erneuerbarer Energien - Wärmepumpen

Die Details zum Förderprogramm

Beschreibung

1. Basisförderung
Gefördert werden ausschließlich effiziente Wärmepumpen in Gebäuden, die bereits seit zwei Jahren über ein Heizungssystem verfügen (Gebäudebestand) mit einer max. Nennwärmeleistung von 100 kW, für

  • die kombinierte Raumheizung und Warmwasserbereitung in Wohngebäuden
  • Raumheizung von Gebäuden, wenn die Warmwasserbereitung des Gebäudes zu einem wesentlichen Teil durch andere erneuerbare Energien erfolgt
  • die Raumheizung von Nichtwohngebäuden
  • die Bereitstellung von Wärme für Wärmenetze

 

1.1 Elektrisch betriebene Luft-Wärmepumpen

Gefördert wird die Errichtung von elektrisch betriebenen Luft-Wärmepumpen mit einem Zuschuss von max. 40,- EUR pro kW errichtete und installierte Nennwärmeleistung, mind.

  • 1.500,- EUR bei leistungsgeregelten und/oder monovalenten Wärmepumpen
  • 1.300,- EUR bei allen sonstigen elektrisch betriebenen Luft-Wärmepumpen

 

1.2 Elektrische Wärmepumpen (Wärmequelle Erdwärme und Wasser), Sorptionswärmepumpe, gasmotorische Wärmepumpen

Der Zuschuss beträgt max. 100,- EUR pro kW errichteter und installierter Nennwärmeleistung, mind.

  • 4.500,- EUR für elektrische Wärmepumpen mit der Wärmequelle Erdwärme, sofern gleichzeitig dazugehörige Erdsondenbohrungen errichtet wird
  • 4.500,- EUR bei Sorptions-Wärmepumpen und gasmotorischen Wärmepumpen
  • 4.000,- EUR bei allen sonstigen elektrisch betriebenen elektrischen Wärmepumpen mit den Wärmequellen Erdwärme oder Wasser

 

Voraussetzung

Es müssen folgende Jahresarbeitszahlen nachgewiesen werden:

  • 3,5 bei elektrischen  Luft-Wasser-Wärmepumpen
  • 3,8 bei elektrisch betriebenen Wärmepumpen in Wohngebäuden
  • 4,0 bei elektrisch betriebenen Wärmepumpen in Nichtwohngebäuden
  • 1,25 bei gasbetriebenen Wärmepumpen in Wohngebäuden
  • 1,3 bei gasbetriebenen Wärmepumpen in Nichtwohngebäuden
  • hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
  • Einbau eines Strom- bzw. ein Gaszähler sowie mind. eines Wärmemengenzählers zur Messung der größten Wärmemenge der Anlage.
  • Einhaltung bestimmter COP-Werte (Coefficient of Performance). Diese Anforderungen entsprechen den Mindestwerten, die vom europäischen Umweltzeichen Euroblume für Wärmepumpen definiert sind.
    Der COP-Wert ist mit einem Prüfzertifikat eines unabhängigen Prüfinstituts nachzuweisen. Der Nachweis des EHPA Wärmepumpe-Gütesiegels wird als gleichwertiger Nachweis anerkannt.

 

Hier gelangen Sie zum Webportal des BAFA mit weiteren Informationen zur Basisförderung.

 

2. Innovationsförderung

Gefördert werden besonders innovative Wärmepumpen mit einer Nennwärmeleistung von max. 100 kW in Neubauten sowie im Gebäudebestand. Zusätzlich zur Basisförderung kann der Zuschuss für Wärmepumpen mit hohen Jahresarbeitszahlen und/oder verbesserter Systemeffizienz in Bestandsgebäuden um 50 % erhöht werden. Neubauten werden wie in der Basisförderung bezuschusst.

Die erhöhten Jahresarbeitszahlen müssen bei elektrisch betriebenen Wärmepumpen mind. 4,5 und bei gasmotorisch betriebenen Wärmepumpen mind. 1,5 betragen.

 

Hier gelangen Sie zum Webportal des BAFA mit weiteren Informationen zur Innovationsförderung.

 

3. Zusatzförderung

Zusätzlich zur Basis- und Innovationsförderung können folgende Zusatzförderungen in Anspruch genommen werden.

 

3.1 Gebäudeeffizienzbonus
Wird die Wärmepumpe in einem bestehenden Wohngebäude errichtet, welches die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 55 erfüllt, erhöht sich der  Zuschuss um max. 50 % der Basisförderung.

 

3.2 Lastmanagementfähigkeit

Wird eine Wärmepumpe installiert, bei der Schnittstellen vorhanden sind, um die Wärmepumpe netzdienlich aktivieren zu können, wird zusätzlich ein Zuschuss von 500,- EUR gewährt. Voraussetzung ist die gleichzeitige Errichtung eines Pufferspeichers mit mind. 30 l/kW sowie das Zertifikat "Smart Grid Ready".

 

3.3 Kombinationsbonus

Für folgende Maßnahmen werden mit zusätzlich mit 500,- EUR bezuschusst

  • gleichzeitige Errichtung einer förderfähigen thermischen Solaranlage oder einer Biomasseanlage
  •  gleichzeitige Errichtung einer nicht förderfähigen Solaranlage (z. B. Hybridanlage)mit einer Bruttokollektorfläche von mind.  7 m2 , sofern diese einen Beitrag als Wärmequelle für die Wärmepumpe leistet.
  • Anschluss der Wärmepumpe an ein Wärmenetz

 

3.4 Einzelmaßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlage

  • Der Zuschuss für Maßnahmen, die in Zusammenhang mit der Errichtung einer Wärmepumpe im Gebäudebestand stehen, beträgt 10 % der Kosten, max. 50 % der Basisförderung. Eine Liste der förderfähigen Einzelmaßnahmen erhalten Sie in der Rubrik Zusatzinformationen unter Anhang I der Richtlinie.
  • Der Zuschuss für die Optimierung einer bestehenden Wärmepumpe, deren Inbetriebnahme mind. drei und max. sieben Jahre zurückliegt, beträgt 200,- EUR.
  • Der Zuschuss für die Optimierung einer bestehenden Wärmepumpe nach mind. einem Betriebsjahr nach Inbetriebnahme beträgt 250,- EUR.

Kumulation

Eine Kumulation mit anderen öffentlichen Förderprogrammen ist zulässig, solange die Gesamtförderung nicht das zweifache der Fördersumme bzw. die zulässigen max. Beihilfeintensitäten der EU übersteigt.
Die Kumulation mit den KfW-Programmen Energieeffizient Sanieren - Ergänzungskredit (Nr. 167) und Energieeffizient Bauen (Nr. 153) ist möglich.

Hinweise zum Antrag

Antragsverfahren bis zum 31.12.2017

Basisförderung:

Für Anlagen, die bis zum 31.12.2017 in Betrieb genommen werden, kann der Antrag innerhalb von neun Monaten nach Inbetriebnahme gestellt werden.
Anträge von Unternehmen sowie freiberuflichen Antragstellern sind vor Beginn der Maßnahme zu stellen. Als Maßnahmenbeginn gilt der Abschluss eines entsprechenden Vertrages.

Innovationsförderung:

Der Antrag ist für alle Antragsteller vor Beginn der Maßnahme zu stellen.

Als Maßnahmenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.

Antragsverfahren ab dem 01.01.2018

Der Antrag ist generell für alle Zielgruppen und Maßnahmen vor Beginn der Maßnahme zu stellen.

 

Übergangsregelung (Basisförderung) für Inbetriebnahmen im Jahr 2018 - aber Auftragserteilung in 2017

Für Anlagen, für die 2017 der Auftrag erteilt bzw. der Vertrag abgeschlossen wurde, gilt die folgende Regelung.

Originaltitel

Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt vom 11.03.015 mit Änderungen vom 29.08.2016 und 14.08.2017


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