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Vor-Ort-Beratung

Die Details zum Förderprogramm

Beschreibung

Gegenstand der Beratung sind Wohngebäude, die sich im Bundesgebiet befinden, für die der Bauantrag bis zum 31.12.2002 gestellt wurde und deren Gebäudehülle nicht aufgrund späterer Baugenehmigungen zu mehr als 50 % verändert wurde. Das Gebäude muss ursprünglich als Wohngebäude geplant und errichtet worden sein oder die derzeitige Wohnfläche muss mehr als 50 % betragen. Die Beratung muss sich auf das gesamte Gebäude beziehen. Bei gemischt genutzten Gebäuden (Wohn- und Nichtwohnanteil) kann die Beratung entweder nur auf den Wohnanteil oder aber auf das Gesamtgebäude bezogen werden.

 

Gefördert wird eine Vor-Ort-Beratung, die dem Beratenen Möglichkeiten der energetischen Gebäudesanierung aufzeigt. Der Berater erstellt ein energetisches Sanierungskonzept (Energieberatungsbericht)

  • zur Sanierung eines KfW-Effizienzhauses  oder
  • einen Sanierungsfahrplan, der aufzeigt, wie das Gebäude umfassend, d. h. unter Einbeziehung der thermischen Hülle und der Anlagentechnik, in aufeinander abgestimmten Maßnahmen energetisch saniert werden kann.

 

Eine Vor-Ort-Beratung besteht mind. aus:

  • Datenaufnahme vor Ort
  • Anfertigung des Energieberatungsberichts
  • Erläuterung  des auszuhändigenden Berichts

Der Zuschuss beträgt 60 % der förderfähigen Beratungskosten, max 800,- EUR  für Ein-/Zweifamilienhäuser  und 1.100,- EUR für Mehrfamilienhäuser mit mind. 3 Wohneinheiten. Bei Wohnungseigentümergemeinschaften erhalten die Berater eine einmalige Zuwendung in Höhe von max. 500,- EUR  für eine zusätzliche Erläuterung des Energieberatungsberichts im Rahmen von Eigentümerversammlungen oder Sitzungen des Beirats.

 

Hier gelangen Sie zum Webportal des BAFA mit weiteren Informationen.

Kumulation

möglich mit anderen Beratungsprogrammen der Kommunen oder Länder. Die Fördermittel dürfen 90 % der Kosten nicht übersteigen.

Besondere Hinweise

Bei Unternehmen bestehen Umsatzbeschränkungen. Es werden kleinere und mittlere Unternehmen gefördert.

Ausgeschlossen von der Förderung sind

  • Objekte, die in den letzten 4 Jahren Gegenstand einer mit öffentlichen Mitteln geförderten "Vor-Ort-Beratung" waren, ohne dass ein Eigentümerwechsel stattgefunden hat
  • Objekte, die Unternehmen gehören, an denen juristische Personen des öffentlichen Rechts mehrheitlich beteiligt sind
  • Objekte, an denen der Berater Eigentums- oder Nutzungsrechte hat oder die dessen Verwandten oder Verschwägerten bis zum 2. Grade gehören
  • Objekte, bei denen die Beratung bereits ganz oder teilweise aus anderen öffentlichen Mitteln finanziert wird

Die Vor-Ort-Beratung ist nach frühestens 4 Jahren für dasselbe Gebäude wieder förderbar.

Der Sanierungsfahrplan kann seit dem 1. Juli 2017 mit einem speziellen Softwaretool erstellt werden.

Hinweise zum Antrag

Der Antrag wird von einem Berater gestellt, der auch Zuwendungsempfänger ist. Berater im Sinne dieses Programms müssen in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes in der Kategorie "Vor-Ort-Beratung" gelistet sein. Zugelassene Experten erhalten Sie unter diesem Link. Der Beratungsempfänger erhält eine um den Zuschussbetrag verminderte Rechnung.
Mit der Beratung darf nicht begonnen werden, bevor ein entsprechender Antrag über das Online-Portal gestellt wurde.

Originaltitel

Richtlinie über die Förderung der Energieberatung in Wohngebäuden vor Ort - Vor-Ort-Beratung - v. 29.10.2014


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